Bergfink (Fringilla montifringilla)

 

 

 Der Bergfink oder Nordfink (Fringilla montifringilla) ist eine Singvogelart aus der Unterfamilie der Edelfinken (Fringillinae) innerhalb der Familie der Finken (Fringillidae). Unter den Finken zeigt er das ausgeprägteste Zugverhalten.

Der Bergfink ist mit 15 cm Körperlänge ein etwa sperlingsgroßer Fink. Im Winterhalbjahr zeigt der männliche Bergfink einen bräunlichgrau gefiederten Kopf, Nacken und Vorderrücken. Im Sommerhalbjahr sind diese dagegen schwarz. Brust und Schulterfleck sind orangefarben gefiedert. Am unteren Schwanz sowie am Bauch und an der Hinterbrust befindet sich weißes Gefieder.

 

Das Weibchen ist deutlich schlichter gefärbt. Es hat einen bräunlichen Kopf, bei dem sich dunkle Streifen auf dem Oberkopf befinden. Braun gefleckt ist auch der Rücken, und die Brust ist deutlich matter orange gefärbt als die des Männchens.

Ähnlich wie der Buchfink lebt der Bergfink während der Sommerzeit von Insekten und Wirbellosen. Im Winterhalbjahr frisst er vor allem Sämereien, wobei Bucheckern darunter einen großen Anteil ausmachen.

Seit 1593 bis zum Verbot der Vogeljagd 1908 wurde in der Südpfalz des nachts Jagd auf Bergfinken mit Hilfe von Blasrohren und Tonkugeln gemacht. Die Tiere sollen dicht nebeneinander auf den Zweigen der Kiefern und Fichten gesessen haben. Wurde ein Vogel vom Baum geschossen, so sollen die anderen Tiere wieder zusammengerückt sein um die Lücke zu schließen. Somit waren die Bergfinken leichte Beute.

In der Südpfalz wird der Bergfink auch Böhämmer oder Behemmer genannt. Der Ausspruch „behämmert sein“ bezieht sich auf das schlichte Verhalten des Böhämmers.

foto:mihai baciu-chettusia